Ratgeber Leberkrebs

Informationen für Betroffene und Angehörige

Leberkrebs (Leberzellkarzinom)

Bei Leberkrebs handelt es sich um bösartige Neubildungen, die aus Zellen der Leber (griech. hepar) entstehen. Entwickeln sich die Tumoren hierbei direkt aus dem Gewebe der Leber, wird häufig auch die Bezeichnung „primärer Leberkrebs“ verwendet. Hat sich der Leberkrebs aus Absiedelungen von Tumoren aus anderen Organen (z. B. Metastasen von Darmkrebs oder Magenkrebs) oder durch den Einbruch eines Tumors (z. B. eines Gallenblasenkarzinoms) gebildet, spricht der Mediziner von „sekundärem Leberkrebs“.

Unterschieden werden bei primärem Leberkrebs das Leberzellkarzinom oder auch Hepatozelluläres Karzinom (HCC) und das Gallengangskarzinom (cholangiozelluläres Karzinom, CCC). Beide Tumorarten unterscheiden sich wesentlich hinsichtlich der Ursachen, Symptomatik, Diagnose und Therapieverfahren. Auf dieser Website wird die Bezeichnung Leberkrebs synonym für das Leberzellkarzinom verwendet. Informationen zum Gallengangskarzinom sind bei der Deutschen Krebsgesellschaft erhältlich.

Häufigkeit in Deutschland

Laut Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken jährlich ca. 6.000 Menschen in Deutschland an Leberkrebs. Im Vergleich zu Brustkrebs, an dem jährlich rund 57.000 Frauen erkranken, oder Prostatakrebs, der pro Jahr 58.000 Männer betrifft, ist Leberkrebs eine seltene Krebserkrankung. Die Deutsche Krebsgesellschaft geht jedoch davon aus, dass – wie in anderen europäischen Ländern und den USA – auch in Deutschland die Zahl der Betroffenen weiter ansteigen wird. Bereits in den letzten 20 Jahren verdoppelte sich – vermutlich aufgrund des Anstiegs der Hepatitis C-Neuinfektionen – die Zahl der Erkrankten. Hepatitis C gilt als ein möglicher Auslöser für Leberkrebs.

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